Motten Wiki: Der Weg ins mottenfreie Leben

Motten kommen meistens als uneingeladen in unsere Wohnungen und Häuser. Aber was sind Motten und welche Mottenarten gibt es überhaupt? In unserem Motten Wiki finden Sie nützliche Informationen zu diesen kleinen schmetterlingsartigen Wesen und erfahren auch wie Sie am besten Motten bekämpfen.

Übersicht zum Thema:

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Was sind eigentlich Motten?

Die Bezeichnung Motten ist eigentlich nur ein umgangssprachlicher Überbegriff für verschiedene Nachtfalter- und Kleinstschmetterlingsarten. Es gibt weltweit etwa 200.000 verschiedene Mottenarten, die ganz unterschiedliche Lebensräume für sich beanspruchen. Wer Motten bekämpfen will, sollte zuvor jedoch ein bisschen differenzieren können.

Die Mottenarten

Die gröbste Unterscheidung der Mottenarten ist wohl die in:

  • Lebensmittelmotten → Getreidemotte, Dörrobstmotte, Mehlmotte (meist verbreitetster Vorratsschädling)
  • Kleidermotten

Diese Unterscheidung der Mottenarten wird hier ebenfalls von besonderer Bedeutung sein, weil diese hauptsächlich für die Schäden an Kleidern oder Verunreinigungen von Lebensmitteln verantwortlich sind. Allerdings kann man die unterschiedlichen Mottenarten noch genauer bezeichnen. Die bekanntesten Mottenarten sind etwa:

  • Getreidemotte → Familie der Palpenmotten, Heimat ursprünglich Mexiko, heute weltweit
  • Reismotte → Familie der Zünsler, Heimat Tropen
  • Wachsmotte → Familie der Zünsler, Heimat weltweit
  • Grasminiermotte → Familie der Schmetterlinge, Heimat hauptsächlich Europa
  • Schopfstirnmotte → Familie der Schmetterlinge, Heimat hautsächlich USA
  • Gespinstmotte/ Knospenmotte → Familie der Schmetterlinge, Heimat hautsächlich Tropen / Europa
  • Rundstirnmotte → Familie der Schmetterlinge, Heimat hautsächlich Tropen / Europa
  • Dörrobstmotte (Hausmotte, Vorratsmotte) → Schmetterling aus der Familie der Zünsler, Heimat Europa
  • Trugmotte → Familie der Schmetterlinge, Heimat gemäßigte Breiten der Holarktis
  • Urmotte → Familie der Schmetterlinge, Heimat weltweit
  • Mehlmotte → Schmetterling aus der Familie der Zünsler, Heimat ursprünglich Mittelamerika, heute auch in Europa
  • Langhornmotte → Familie der Schmetterlinge
  • Miniermotte (Blatt-Tütenmotte) → Familie der Schmetterlinge

Die Kleidermotte

Die Kleidermotte ist ein Nachtfalter (Schmetterling) aus der Familie der so genannten “Echten Motten”. Sie erreicht in etwa eine Größe von etwa 4-9mm. Die Farbgebung der Kleidermotten verläuft von einem gelblichen bis hin zu einem bräunlichen Ton, die Flügel weisen eine fransige Struktur auf.

Lebensraum der Kleidermotte

Die Kleidermotte fühlt sich in dunklen und warmen Räumen pudelwohl. In freier Natur bevorzugt die Mottenlarve Nester und Höhlen anderer Tiere, wo sie sich von deren Fell bzw. Federn ernähren kann, bis sie sich schließlich verpuppt. Zur Verpuppung nutzt die Mottenlarve ebenfalls Tierhaare, außerdem dient Kot zum Bau der Gespinströhre.Die Mottenlarve ist zu dieser Zeit etwa 10mm groß.

In Räumen- oder Lagerhäusern lebt sich jedoch heute weltweit sehr bequem. Dort legt das Motten Weibchen in seinem Leben etwa 100 bis 250 Motteneier an verschiedenen Textilien ab. Pro Jahr entwickeln sich etwa 2-4 Generationen an Motten. Die Mottenlarven ernähren sich hier ebenfalls wieder von den kreatinhaltigen Produkten, zu denen man auch:

  • Wolle
  • Pelz
  • Federn
  • Polstermöbel
  • Baumwolle
  • Jute
  • zellulosehaltige Textilfasern
  • Seide
  • Synthetisches Gewebe
  • Leder

Schlüpft aus dem Kokon der Mottenlarve erst einmal die fertige Kleidermotte, ist es um deren Lebenserwartung nicht mehr allzu gut bestellt. Eine ausgewachsene Motte besitzt kein Fresswerkzeug und lebt auch nur zwischen 12 und 18 Tagen. Allerdings tritt die Kleidermotte ganzjährig in Erscheinung.

Motten bekämpfen: Die Kleidermotte

Ein Befall von Kleidermotten kommt leider relativ häufig vor. Den größten Ärger verursachen die Mottenlarven der Kleidermotte. Genau diese sind nämlich dafür verantwortlich, dass unsere Textilien nicht nur verunreinigt werden, sondern dass sich auch hässliche Löcher in den Kleidern befinden. Wer gegen solche Motten vorbeugen möchte, kann unterschiedlich vorgehen:

  • Kleidung, die länger eingelagert werden soll, sollte zuvor gewaschen werde. Danach sollten Sie sie in Zeitungspapier, Bettwäsche oder Kleidersäcke einpacken
  • Teppiche, Fälle etc. sollten in regelmäßigen Abständen ausgeschüttelt / ausgeklopft werden. Legen Sie sie auch hin und wieder in die Sonne
  • Ätherische Öle (egal, ob Naturprodukt oder Essenz) kann dabei helfen Motten vorzubeugen → Lavendel, Zedernholz etc. Hier können Mottenkugeln auf natürlicher Basis helfen
  • Saugen Sie Teppiche im Zimmer regelmäßig ab, auch dunklere Stellen in Zimmern sollten regelmäßig gereinigt werden, damit sich hier keine Motten ansiedeln können
  • Schmutzwäsche sollte regelmäßig gewaschen werden, denn Motten fühlen sich vom Schweißgeruch regelrecht angezogen
  • Schieben Sie den Motten einen Riegel vor! Fliegengitter können dabei helfen, dass Motten gar nicht erst in die Wohnung / das Haus gelangen

Oft erkennt man einen Mottenbefall aber erst, wenn die Kleidung bereits gelöchert wurde. Wenn Sie einen Mottenbefall erkennen, sollten Sie möglichst schnell handeln. Zur Mottenbekämpfung bieten sich in diesem Fall ebenfalls verschiedene Vorgehensweisen und Mittel zur Mottenbekämpfung an:

  • Spüren Sie die Nester der Kleidermotte auf. Bei stark mitgenommenen Textilien sollten Sie die Notbremse ziehen und diese (am besten in einer verschlossenen Plastiktüte) entsorgen
  • Saugen Sie die betroffenen Stellen gründlich aus. Zur effektiven Mottenbekämpfung ist eine gründliche Reinigung zwingend erforderlich. Wischen Sie Schränke am besten aus und lassen Sie diese VOLLSTÄNDIG austrocknen, um einen erneuten Mottenbefall zu vermeiden
  • Schlupfwespen können bei einem starken Mottenbefall helfe, die Schädlinge wieder loszuwerden. Diese Art Motten zu bekämpfen ist leider nicht die günstigste, aber doch eine sehr effiziente Form
  • Temperaturunterschiede können die Mottenlarven abtöten. Teppiche etc. können – unter strenger Beobachtung – bei etwa 60°C in den Backofen gegeben werden
  • Lockstoff Fallen können bei der Mottenbekämfung ebenfalls zum Einsatz kommen
  • Neem-Extrakt kann dabei helfen, die Entwicklung der Mottenlarven nachhaltig zu beeinträchtigen, sodass sie schließlich das Zeitliche segnen
  • Chemische Insektensprays zur Mottenbekämpfung

VORSICHT: Verwenden Sie chemische Produkte bei der Mottenbekämpfung mit höchster Alarmbereitschaft. Diese Mittel können bei Kindern und körperlich angeschlagenen Menschen erhebliche Gesundheitsrisiken darstellen.

Die Lebensmittelmotte

Zu den Lebensmittelmotten werden verschiedene Mottenarten gezählt. Hierzu gehören:

  • Dörrobstmotte: 8-10mm, grau/bronze, bis 600 Eier
  • Mehlmotte: 11-14mm, silber/grau, bis zu 500 Eier
  • Mehlzünsler: bis zu 30mm, braun-violett/ockergelb, bis zu 500 Eier
  • Samenmotte: 7-12mm, bronze, bis zu 600 Eier
  • Kornmotte: 6-7mm, grau/braun, bis zu 200 Eier

Die einzelnen Mottenarten bevorzugen jeweils unterschiedliche Speisepläne, die sie aber alle innerhalb unserer Küchen und Vorratsschränke bewältigen können. Diese Lebensmittelmotten ernähren sich von:

  • Dörrobstmotte: Getreide, Nüsse, Hülsenfrüchte, Tee, Kakao, Gewürze, Obst, Pflanzliche Lebensmittel, Saatgut, Bienenwaben
  • Mehlmotte: Mehl, Getreide, Backwaren, Nüsse, Mandeln, Hülsenfrüchte, Schokolade
  • Mehlzünsler: Getreide
  • Samenmotte: Lebensmittel, Textilien, Weinkorken
  • Kornmotte: Getreide, Flaschenkorken, Bucheinbände

Warum Lebensmittelmotten so gefährlich sind

Auch bei den Lebensmittelmotten sind es vor allem die Mottenlarven, welche erheblichen Schaden verursachen können. Lebensmittelmotten legen ihre Motteneier gerne in unsere Vorräte. Lebensmittelmotten können gesundheitsschädlich sein, weil sie unsere Nahrung mit ihrem Kot verunreinigen und darüber hinaus Milben und Pilze übertragen können. Werden vom Mottenbefall betroffene Lebensmittel verzehrt, kann es zu:

  • Magen-Darm-Erkrankungen
  • Hauterkrankungen
  • Allergischen Reaktionen

Insbesondere Kinder, Allergiker und Menschen, die bereits gesundheitlich angeschlagen sind, können vom Mottenbefall in der Küche erheblichen Schaden nehmen.

Mottenschutz in der Küche

Wer Motten in der Küche vorbeugen möchte, kann ein paar einfache Regeln befolgen:

  • Auf geschlossene Verpackungen der Lebensmittel achten und den Motten erst gar keine Einladung geben
  • Bestenfalls keine übergroßen Vorräte lagern → Nahrungsquelle für die Mottenlarven
  • Packen Sie Ihre Lebensmittel am besten um: Lebensmittelmotten können die Motteneier nicht in dichte Gefäße aus Hartplastik, Keramik, Porzellan, Glas, Metall ablegen → Müsli und Co. deshalb in gut verschließbare Gefäße umfüllen
  • Lagern Sie Ihre Lebensmittel kühl und trocken, sodass die Mottenlarven (die ein feuchtwarmes Klima bevorzugen) erst gar keine Chance haben
  • Mottenschutz durch Fliegengitter: Bringen Sie diese an den Fenstern bzw. der Balkontür an, sodass ungebetene Gäste draußen bleiben
  • Potentielle Stellen für Mottennester beseitigen. Löcher in der Tapete, Schrankpapier und Ritzen in Schubladen und Schränken sind Brandherde für Mottennester. Dichten Sie gut ab, um Motten vorzubeugen
  • Regelmäßiges Auswischen und Austrocknen der Küchenschränke ist wichtig, um Motten vorzubeugen. So werden mögliche Nahrungsquellen der Motten frühzeitig beseitigt
  • Lorbeerblätter im Getreide schreckt so manche Motte ab. Sie können einfach 1-2 Blätter dazu legen
  • Mottenschutz durch störende Gerüche. Motten mögen den Geruch von Lavendel, Nelken, Zedernholz, Thuja, Pfefferminze, Patchuli nicht sehr gerne → Hier empfiehlt sich ein Kräutersäckchen zur Abwehr der Motten

Mottenbekämpfung in der Küche

Wenn der Mottenbefall erst einmal da ist, besteht akuter Handlungsbedarf. Wer Lebensmittelmotten loswerden will, kann es mit folgenden Mitteln zur Mottenbekämpfung versuchen:

  • Mottennester aufspüren
  • Vom Mottenbefall betroffene Lebensmittel wegwerfen
  • Vom Mottenbefall betroffene Schränke und Schubladen gründlich reinigen und VOLLSTÄNDIG trocknen lassen
  • Sie können auch mithilfe Ihres Föns Motten bekämpfen: Motten mögen diese Hitze nicht und suchen schnell das Weite
  • Motten bekämpfen mit Schlupfwespen: Bei starkem Mottenbefall kann dies ein Ausweg sein
  • Lockstoff-Fallen können ebenfalls zur Mottenbekämpfung eingesetzt werden

Versuchen Sie den Einsatz chemischer Substanzen bei der Mottenbekämpfung zu vermeiden. Diese Stoffe stellen vor allem für Kinder und gesundheitlich angeschlagene Menschen ein Gesundheitsrisiko dar.